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Diplomacy (A Touchstone book) von Henry KissingerTaschenbuch von Simon & SchusterPreis bei Amazon: EUR 15,95, Angebote ab EUR 10,67 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 0671510991, Erscheinungsdatum: April 1995, Auflage: Reprint |
4 Kundenrezensionen:Warum es sich lohnt dieses Buch des Realpolitikers Kissinger in Frage zu stellen. 3 von 5 PunktenHenry Kissinger, Jahrgang 1923, geboren in Fürth und 1938 mit seinen Eltern in die USA ausgewandert. Er diente den Präsidenten Nixon und Ford als Nationaler Sicherheitsberater sowie als Aussenminister. Seine Amtszeit war insbesondere von drei Erfolgen gekennzeichnet: Entspannung mit der UdSSR, Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen mit China, diplomatische Vermittlungsleistungen in Nahost. Sein Arbeitsstil war geprägt von Alleingängen mit denen er die Bürokratie seiner Behörde überging. Sein Leitfaden: die Staatsraison, über alle moralischen Prinzipien gestellt. Es kann somit nicht verwundert, dass Kissinger in seinem Buch über Diplomatie insbesondere die Realpolitiker ihrer Zeit in einem positiven Licht glänzen lässt: Kardinal Richelieu, Fürst Metternich, Fürst Bismarck, aber auch Theodor Roosevelt und natürlich Nixon. Wo aber ist der im Kongo umgekommene UN-Generalsekretär Dag Hammarskjöld? Als der UN-Sicherheitsrat während der Suezkrise durch das anglo-französische Veto lahmgelegt ist, gelingt ihm ein genialer Schachzug: er reaktiviert den "Uniting for Peace Resolution"-Mechanismus mit Hilfe der blockfreien Staaten, ein unglaublicher Präzedenzfall. Hammarskjöld verstand wie kaum ein anderer UN-Generalsekretär die ihm gegebenen Mittel zu nutzen. Innerhalb von 48 Stunden organisierte er die erste wirklich internationale Polizeitruppe, die UNEF, eine moralische Instanz, ein Puffer zwischen den Konfliktparteien. Hammarskjölds Vision der Vereinten Nationen war aussergewöhnlich, etwas wirklich Neues entstand unter seiner Führung. Seine so genannte vorbeugende Diplomatie war wegweisend. In Kissingers Buch jedoch erfährt er keine Würdigung. Kissinger behauptet auf S. 542, dass es Eisenhower war, der die Generalversammlung nach dem Veto Englands und Frankreichs anrufen wollte. Hammarsjkölds Namen habe ich nirgendwo gefunden. Kissingers Sicht der Ereignisse ist nicht nur in diesem Fall irritierend. Über weite Teile dieses Buches hatte ich den Eindruck, dass es dem ehemaligen Aussenminister vor allem um eine Rechtfertigung amerikanischer Handlungen ging; S. 615 über Konzepte zur westlichen Einheit: Ultimately, the issue came down to the question of why nations cooperate. In the American view, all reasonable peoples in the end come to the same conclusion; hence, common objectives are taken more or less for granted, and emphasis is placed on the machinery with which to implement the underlying harmony. Die Europäer hingegen mit ihrer langen Geschichte von gegensätzlichen nationalen Interessen würden die Bedeutung der Harmonie anders sehen. Der Rezensent wundert sich freilich ob der Art und Weise, mit welcher die USA ihre harmonische Sicht der Dinge weltweit verbreitet haben, sei es im Iran (Mossadegh) oder später in Chile (Allende). Immerhin gesteht Kissinger an einigen Stellen auch offen Fehler ein. Im Falle des Vietnamkrieges ist er im Rückblick der Meinung, dass man frühzeitig in Laos hätte eingreifen müssen. Dort wäre eine Eskalation des Partisanenkrieges nicht möglich gewesen, ein Sieg über Nordvietnam mit geringeren Mitteln realisierbar gewesen. Als Nixon die Amtsgeschäfte übernommen hatte, gab es sehr wohl ein Memorandum von Anthony Lake, Kissingers executive assistant und Clintons späterer Nationaler Sicherheitsberater. Dieses Memorandum sah viele der späteren Probleme voraus. Kissinger beschreibt immerhin, dass und warum er nicht bereit war sich dafür einzusetzen, so dass der Krieg unnötig verlängert wurde. Diese Beispiele veranschaulichen sehr gut meine Kritikpunkte an Kissingers Buch: zum einen der Versuch die amerikanischen Handlungen als gut und richtig darzustellen, zum anderen sind viele Ereignisse einseitig beschrieben. Leistungen von Nicht-Amerikanern werden nicht immer erkannt und gewürdigt. Selbstkritik findet nur da statt, wo man sie wirklich nicht mehr leugnen kann. Kurz: Kissinger gibt sich nur scheinbar objektiv. Innenpolitische Faktoren, die sich auch aussenpolitisch auswirkten, werden vernachlässigt, zum Beispiel die Bürgerrechtsbewegung, Martin Luther King wird nicht erwähnt, auch der Widerstand gegen den Vietnamkrieg wird nur unzureichend gewürdigt. Des Weiteren ignoriert Kissinger die Möglichkeiten, welche die Vereinten Nationen bieten. Er stellt zwar verschiedene Arten von Diplomatie vor, insbesondere am Beispiel Europa versus Amerika bzw. bei der Gegenüberstellung von Theodore Roosevelt und Woodrow Wilson, erkennt jedoch nicht, dass die interessantere Frage die einer alten und neuen Diplomatie wäre. Realpolitik versus Idealpolitik. Oder am Beispiel des Versailler Friedensvertrages: ein Gerechtigkeitsfrieden mit dem Ziel der Versöhnung oder ein Diktatfrieden? Kissinger stellt die Ereignisse nicht in Frage, sondern erzählt nur seine Version der Fakten. Meine Erwartung war nicht eine reine Dokumentation der vergangenen Machtpolitik. Ich hatte mir auch Analysen erhofft wie internationale Politik besser funktionieren kann, eine internationale Politik, die von ethischen Grundsätzen geleitet ist. Alles in Allem wäre zu sagen, dass DIPLOMACY zwar lesenswert ist, man sich aber bei der Lektüre stets bewusst machen sollte, dass Kissinger SEINE Version der Ereignisse erzählt, eine Version, die von SEINER Vorliebe für die Realpolitik geprägt ist, eine Version, die ethische Grundsätze nur unzureichend berücksichtigt. Der Text ist gut lesbar und verständlich, einem Anfänger der englischen Sprache würde ich dieses Buch dennoch nicht zumuten wollen. The Art of Statesmanship, Past, Present, and Future 5 von 5 PunktenDiplomacy, by Dr. Henry A. Kissinger, is a comprehensive review of the theory and practice of statesmanship narrated by the most accomplished diplomat of our time. From the raison d'etat of Cardinal Richlieu to the glasnost of Mikhail Gorbachev, Kissinger describes each era's key practicioners of the diplomatic arts with a familiarity borne of a lifetime of dedicated research. Modern diplomacy is the result of the efforts of those who developed the art over the centuries. The great statesmen of Europe: Richlieu, Metternich, Bismarck, et. al. each developed their theories of international relations based on their nation's unique set of historical and geopolitical circumstances. The striking thing is how little things have changed. Kissinger shows how modern statesmen still make decisions based on the same factors today. Dr. Kissinger begins his review of America's contributions to statesmanship by examining our two foremost foreign policy theorists: Theodore Roosevelt and Woodrow Wilson. Kissinger depicts these gentlemen as the architects of our foreign policy and shows how succeeding administrations have followed the policies of one or the other. He also reviews World Wars I and II and the dreams of overly idealistic Americans that motivated those generations to make tremendous sacrifices in order to make the world a better place to live. In both cases, our hopes of creating a world composed of truly democratic nations was dashed by the realpolitik of our adversaries. Still, despite two world wars, Korea and Vietnam, our idealism is intact enabling us to remain a beacon of freedom for all the world. Dr. Kissinger writes about diplomatic leaders, past and present, with complete familiarity. It's almost as if he's describing a group of close friends that he meets at the club every week for a game of high-stakes poker. The difference is Kissinger knows them so well he can accurately predict what they will do and why. We're fortunate he is on our side! Diplomacy is an important addition to the library of every student and practicioner of the international political process. Advanced students of World History and International Relations will profit from his conclusions. Beginning students will be inspired to conduct more dilligent research on the events he describes. I am personally much better informed for having read this book. You will be as well! A mixed bag 3 von 5 PunktenKissinger's analysis of REalpolitik is strong. But, he underestimate's Hitler's diplomatic skill, overestimates the Wilsonian beliefs of the leaders of the 30s, and writes sentences in musty formulae( 'it is a measure of__that________' or 'they had forgotten____-if indeed they[or he] had ever known it'.)He is terribly repetitive, and makes odd comparisons to keep the reader interested. Excluding his repetitions and digressive comparisons would knock off a hundred pages. Finally, his taste for balance-of-power, Realpolitik, and statesmen like Bismarck and Disraeli seems more nostalgic than reasoned. The lesson: the sweeping forces of history remain the same 5 von 5 PunktenSurely Dr. Kissinger is the only man alive who can speak of Richelieu, Bismark and Reagan in the same breath with credibility and authority. The only other worthy historical accounts I've read written by such a key protagonist are by Churchill. Kissinger is the ultimate proponent of Realpolitik, an overused and ill understood concept that he illuminates well by placing it in historical context. It rests on the premise that personal morality be kept distinct from the principles which guide statesmanship - and that ultimately we're all better served by this. Clouding the two will too often lead to a powerful state, such as the US, overextending itself and failing to meet its goals. Kissinger shows that this has been true for centuries. The tragedy of the book is that it was written when it was. I'd love to read more of Dr. Kissinger's analysis on US and European policy in Somalia, the former Yugoslavia, and towards the former Soviet Union in the era of Chechnya. He would likely advocate a far less activist stance - but how would he reconcile this with the high profile given to the moral dimension by CNN and the world media? It's time for a prescription for democracies in the age of the internet and satellite TV. Still, Diplomacy is a great read - I had intended only to dip into it, but found myself unable to put it down. |
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American Civilization: An Introduction von David MaukTaschenbuch von Taylor & FrancisPreis bei Amazon: EUR 18,95, Angebote ab EUR 18,90 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 0415481627, Erscheinungsdatum: Juni 2009, Auflage: 5th ed. |
2 Kundenrezensionen:Sehr hilfreich :) 5 von 5 PunktenIch studiere Anglistik auf Bachelor und für mein Fach "Cultural Studies" habe ich mir dann nach längerem Überlegen doch dieses Buch gekauft nachdem unsere Unibibliothek nur die um einiges älteren Ausgaben hatte und ich für meine Hausaufgaben auch neuere Geschehnisse mit einbeziehen sollte. Das Buch ist 2008 erschienen und ist wirklich aktuell, nicht einfach nur eine neue Auflage, sondern auch aktualisiert - Obama ist zwar auf dem Titelbild, aber als das Buch herauskam, war er noch gar nicht Präsident. Er steht dort nur als "Präsidentenkandidat" drin. Alles in allem bin ich mit dem Buch wirklich zufrieden. Die Texte sind schön verständlich geschrieben und auch wenn ich mit der Kapitelstruktur manchmal nicht so ganz klar komme (wenn man sich z.B. entschieden hat, zeitliche Geschehnisse eines Themas erst aufzuführen und dann wieder in der Zeit zurück zu springen um ein anderes Thema wieder chronologisch aufzuführen), waren doch fast alle Themen bearbeitet, die ich gebraucht habe. Auch verweist es am Ende jedes Kapitels noch auf wichtige Begriffe, die man nach dem Lesen definieren können sollte, auf Diskussionsthemen, auf weitere empfohlene Literatur zu dem Thema und auf relevante Internetseiten. Damit ist das Buch sinnvoll für jeden, der sich einen Überblick über die amerikanische Kultur bilden möchte und bietet auch noch die Möglichkeit sich wieter darüber zu informieren. Nur als Überblick die Kapitel: 1. The American context (e.g. culture, national identity) 2. The country (e.g. ecology, climate) 3. The people: settlement and immigration (e.g. immigration waves) 4. The people: women and minorities 5. Political institutions: the federal government 6. Political institutions: state and local government 7. Foreign policy (e.g. historical background) 8. The legal system (e.g. US law, court system) 9. The economy 10. Social services (e.g. health care, poverty line) 11. Education 12. The media 13. Religion 14. The arts, sports and leisure How to learn about American ways... 5 von 5 PunktenI read this book for my American history class last year and I never was so happy to read a book for a class! You just can't put it down once you start reading it! This book tells you all you ever wanted to know about America! It is much more like a review of all aspects of American society. A very didactic book that could as well be used by teachers! I liked it so much that I decided to translate part of it for my thesis! I highly recommend it to anyone interested in getting clearly written information about the United States! |
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The Clash of Civilizations and the Remaking of World Order von Samuel P. HuntingtonTaschenbuch von Simon & SchusterPreis bei Amazon: EUR 11,47, Angebote ab EUR 6,92 ![]() 3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 074323149X, Erscheinungsdatum: Juni 2002, Auflage: New edition |
Amazon.co.ukThe thesis of the provocative and potentially important Clash of Civilizations is that the increasing threat of violence arising from renewed conflicts between countries and cultures that base their traditions on religious faith and dogma. This argument moves past the notion of ethnicity to examine the growing influence of a handful of major cultures--Western, Eastern Orthodox, Latin American, Islamic, Japanese, Chinese, Hindu and African--in current struggles across the globe. Samuel P Huntington, a political scientist at Harvard University and foreign policy aide to President Clinton, argues that policymakers should be mindful of this development when they interfere in other nations' affairs. --Christine Buttery Amazon.comThe thesis of this provocative and potentially important book is the increasing threat of violence arising from renewed conflicts between countries and cultures that base their traditions on religious faith and dogma. This argument moves past the notion of ethnicity to examine the growing influence of a handful of major cultures--Western, Eastern Orthodox, Latin American, Islamic, Japanese, Chinese, Hindu, and African--in current struggles across the globe. Samuel P. Huntington, a political scientist at Harvard University and foreign policy aide to President Clinton, argues that policymakers should be mindful of this development when they interfere in other nations' affairs. 4 Kundenrezensionen:Revelation of dangerous developments 5 von 5 PunktenHuntingtons main hypothesis is that the influence of the West is decreasing rapidly since the 1920s in world politics. Other cultures, he mentions seven, announce their own cultural identity and become more and more independent from western influence. Especially the Islam and Sino-culture have their own interests and their own cultures. Another important thesis of Huntington is, that other cultures do accept the modernization, but not at the same time the western ideas and values. This observation is something which I can confirm from my own experience in countries like Pakistan or Iran. But everybody who speaks with muslim business men learn about their intention to separate the achievements of the west which they take over and their political and cultural aims. The West is rather ignorant for this fact, believing the influence could also go on in terms of culture. Foreign cultures took over many aspects of western standard, technology, capitalistic principles, but at the same time they seek for own cultural identification and roots. They develop ever more, the more they are modernised and become independent an own political self-confidence. Western education, the demographic explosion and the rich oil resources were the causes for the growing self-confidence of the Islam states. The awakening of the cultures entails also the military threat. Huntington mentions the wars at the borders of the cultural spheres, the fault-line wars. These wars are long living and brutal since they are cultural wars. Ethic groups announce their own political-cultural identity. Civil wars which deal with the cultural identity are on the agenda. Huntingtons book is not to evoke this "clash of the civilizations". He wants to find a new paradigm for the classification of the worlds political situation. For Huntington it is of central importance to develop a politic of the embankment of flash points. Regional conflicts may not escalate in order to develop to a new world war. Huntington presents a good readable analysis of the clash of cultures of the last decades and helps to understand the world politics from a higher point of view which reveals the deeper connexions. Ein veralteter Entwurf für eine neue Weltordnung 1 von 5 PunktenZusammen mit Nostradamus gesammelten Prophezeiungen war Samuel Philips Huntingtons "The Clash of Civilizations and the Remaking of World Order " eines jener Bücher, die im Zuge von 9/11 im unsicheren Klima des angebrochenen Jahrtausends Bestsellerstatus erlangten. Dabei wussten die wenigsten Leser dass Huntingtons Analyse der weltpolitischen Lage einem 1993 entstandenen Artikel für das hoch angesehene US-Magazin Foreign Affairs, dem konservativeren Gegenstück zur französischen Le Monde, entstammt. Als Reaktion auf das überraschende Feedback zu diesem Artikel begann Huntington die Theorien seines Artikel genauer auszuarbeiten und im Umfang auf Buchform auszudehnen. Da er sich als Berater des Außenministeriums eine unzweifelhafte Reputation erworben hatte, kam dem Buch 1996 eine beträchtliche Aufmerksamkeit zu, welche durch die Konflikte im ehemaligen Jugoslawien weiter verstärkt wurde. Huntingtons Konzepte vom Kulturkampf der Zivilisationen, vom Zusammenprall verschiedener Lebensweisen, deren Bruchlinien laut Huntington fundamental denen der ethnisch-religiösen entsprechen schien perfekt auf die heißen Kriege nach dem Kalten Krieg anwendbar zu sein. Die Kritik dieser Ikone der Neokonservativen richtete sich dabei auch vor allem gegen die Clinton-Administration, deren Interventionen und weltpolitisches Engagement als Gefahr für die nationale Sicherheit der USA aufgefasst wurde bzw. als verlustreich und sinnlos, ohne die Reputation der Vereinigten Staaten als Supermacht zu stärken. Nun, so sehr Huntington zum Teil wohl richtig, so wenig haben sich seine anderen Prophezeiungen erfüllt und die Stimmen, welche US-Politikern und deren Beratern ein im Kalten Krieg verhaftetes unzeitgemäßes Denken vorwerfen, werden spätestens seit dem 10jährigen Jubiläum des Falles des Eisernen Vorhangs und 9/11 immer lauter. Ursprünglich war Huntingtons "Clash of Civilizations" noch mit einem Fragezeichen versehen, doch wurde dieses nach kräftiger Selbstbestätigung durch den Balkan-Konflikt und internationale Diskussionen getilgt. Während der Zusammenprall der Zivilisationen in deutscher Übersetzung zum Kampf der Kulturen wurde und heute selbst auf Patschunisch erhältlich ist, hat sich die Welt jedoch langsam, aber stetig verändert. Huntingtons Theorien vom Clash of Civilizations entspringen der euphorischen Zeit nach dem Ende des Kalten Krieges, der retrospektiv fast schon zu den goldenen 90ern verklärten Jahren, als neue Bedrohungen durch Klimawandel, Ressourcenverknappung und Anwachsen von Extremismus im Schatten des Weltgeschehens zwar bereits Gestalt annahmen, jedoch vorerst unterschätzt und kaum wahrgenommen wurden. Lange vor steigenden Ölpreisen entwarf Huntington hier seine Idee einer neuen Weltordnung, die es heute, wo diese längst Realität sein sollte, schlicht nicht gibt. Die EU hat mehrheitlich orthodoxe Staaten in den europäischen Einigungsprozess miteinbezogen, Venezuelas Hugo Chavez schmiedet ein Bündnis mit Kuba und dem Iran gegen die Vormachtstellung der USA, der Sozialist strebt dabei die Schaffung eines Gegengewichtes zur US-Hegemonie an, die Resistenz ist politisch motiviert und basiert weniger auf kulturellem als wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Motiven, dem gesteigerten Selbstbewusstsein rohstoffreicher Staaten, sowie die Gleichsetzung des Gebarens von US-Konzernen mit US-Außenpolitik. Das einzig zeitlose an Huntingtons Buch ist die Grundannahme von der Heterogenität der Welt, den bestehenden Kluften zwischen Kulturen, welche allerdings gerade durch äußere Einflüsse zu Konflikten verschärft werden. Die Bedeutung von sozialen Problemen, wie dem Entstehen einer mehrheitlich muslimischen Unterschicht und die Definition des arabischen Nationalismus als politisches Phänomen wird von Huntington negiert. Dass der Klassenkampf zum Kulturkampf und zivilisatorischen Zusammenprall auf ethno-religiöser Basis geworden ist, dass im Nahe Osten teils divergierenden nationalstaatliche und politische Interessen existieren, weist "Clash of Civilizations" zurück. Selbst die Rassenunruhen in den USA des vergangenen Jahrhunderts wären laut Huntington kein gesellschaftliches, sondern kulturelles Problem. Assimilation und Gleichberechtigung kann es gemäß der Bruchlinientheorie nicht geben, denn die kulturelle und zivilisatorische Identität ist zu tief eingeprägt. Und genau aus dieser Annahme spricht der Mann der 90er-Jahre, als die Weltpolitik so rosig wirkte, dass außenpolitische und vor allem wirtschaftliche Interessen hinter jenen der Supermacht USA zurückzustehen hatten, man brauchte ein einfaches Weltbild und die scheinbare Konfusion der zersplitterten und machtlosen Welt begünstigte den Glauben, dass es immer nur einen Konflikt zwischen "Us and them" geben kann. Das Problem mit Huntingtons Theorie, er begründet alles kulturell und durch die Religion, politische Dimensionen und wirtschaftliche Faktoren, die heute als die Weltpolitik dominierend empfunden werden, wird von ihm ausgegrenzt und die Welt damit herrlich vereinfacht. Zusammen mit der Kernstaatenthese (die Zentren der ethno-religiöse Blöcke), welche bestimmten Nationen einen bestimmenden Einfluss über ihre Nachbarländer und Einflusssphären zuschreibt, hat Huntington hiermit die Grundlage für jede Achse des Bösen geschaffen. Die Welt könnte so einfach sein und doch liegt die Lage anders, Länder die wirtschaftlich kooperieren, die EU gilt zumindest in dieser Hinsicht als positives Beispiel, neigen nicht zu Kriegen untereinander. Die politische Realität entspringt wirtschaftlichen Zwängen, die Kosten überwiegen dem Nutzen. Die Aufteilung der Welt in regionale und religiöse Machtzentren, könnte genauso als Begründung für die Suche nach Al Qaida-Terroristen im Irak Saddam Husseins geführt haben. Leider ist die Weltordnung weniger monolithisch als im "Clash of Civilizations", die USA haben auch nach dem Niedergang des Kommunismus kein freies Spiel und sehen komplexen Zusammenhängen gegenüber, in denen sie selbst als per Selbstdefinition durch und durch (vor allem evangelikal-)christliches Land, als säkularer Teufel wahrgenommen werden. Selbst in Zeiten des Kalten Krieges, wo die Kernstaatenthese zwischen der US-geführten freien Welt, den Kommunisten und dem fast immer kommunistisch beeinflussten Rest funktioniert haben mag, gab es wie mit Jugoslawien diverse Abweichler vom huntingtonschen Ideal. Es ist nicht nur eine gewisse Naivität an Huntington, die von kulturellen und zivilisatorischen Standpunkten ein friedliches Zusammenleben von Menschen aus verschiedenen Regionen in Frage stellt, sondern auch die verschwiegene Implikation eines tiefgehenden WASP-Rassismus, der mitschwingt, aber erst in Huntingtons neuerem Werk "Who are we" zur Geltung kommt. Die USA sollen sich mehr an das kulturell und zivilisatorisch ähnliche Europa annähern, Europa jedoch die Führungskompetenzen der USA anerkennen und sich unterordnen. Im Falle der EU müsste das zu einem Ausschluss von Griechenland und Rumänien führen, da diese als mehrheitlich orthodoxe Staaten in einer Huntingtonschen Weltordnung keinen Platz in "Europa" hätten. Überfremdung, ethnische Homogenisierung und Säuberung kennt Huntington anscheinend nicht, lässt Lesern aber die Möglichkeit offen, diese im Einklang mit seinen veralteten Theorien als legitim anzusehen. In den USA sieht Huntington die Ordnung durch die Zuwanderung von Latinos bedroht, dieser würden auf absehbare Zeit zur dominierenden ethnischen Gruppe im Land werden und in seinem abschließenden fiktiven Szenario unterstellt er ihnen wenig diskret Unpatriotismus, liberale Denkweisen und Sezessionsabsichten, sollten sie Bundesstaaten durch Mehrheitsverhältnisse dominieren. Huntingtons Latinophobie mag nur ein Beispiel sein, für die "ethnopolitischen", also rassisch-politischen Problemstellungen, die er gekonnt aufzuzeigen vermag. In vielerlei Hinsicht merkt man dem 1996 erschienen Buch an, dass es eher in die Zeit des ausgehenden Kalten Krieges passt, denn in das 21. Jahrhundert. Als typischer "Advisor" vertritt Huntington auch sehr widersprüchliche Standpunkte, welche vielleicht in seinem Geiste zur Außenpolitik eines George W. Bush angeregt haben könnten. So tritt er zwar für eine Internationalisierung ein, lehnt dieser aber gleichzeitig ab, am Beispiel des Haager Kriegsgerichtstribunals, soll dieses zwar alle Staaten umfassen, die USA aber nicht. Neben halbherzigen und eher resignierenden Aussagen zur Internationalisierung und Stärkung solcher Institutionen, wie der erheblich zu liberalen UNO und ihrer daher machtlosen Funktionäre, fußt Huntingtons Kampf der Kulturen auch auf einen schon eher modernen Gefühl der Niederlage, dass weltpolizeiliche Einsätze sinnlos sind, weil keiner die zivilisatorischen Leistungen der USA erkennt und daher vielleicht besser ein isolationistischer Weg einzuschlagen sein. In dieser Hinsicht verteidigt er die damals geschlagenen Republikaner, welche mit Clintons internationalem Engagement sehr unzufrieden waren, jedoch 2003 einen genau solchen Einsatz durchzuführen riskierten. Am Ende waren es Verfehlungen der Befehlshaber und eine gewisse Arroganz der zu Besatzern gewordenen Befreier, deren ursprünglichen Motive nach mehrmaliger Revidierung als blanke Lügen und Falschinformationen auf Basis von Spekulationen herausstellten. Nicht von der Hand zu weisen ist wie die Existenz zivilisatorischer Bruchlinien und dass Modernisierung wie Aufklärung nicht immer dem Vorbild der westlichen Zivilisation entsprechen muss. John Gray hat dies in seinem Buch "Al Qaeda and What It Means to Be Modern" sehr genau festgestellt und führt dabei Indien und Japan als Beispiele an, wie man Demokratie und wirtschaftliche Prosperität auch erreichen kann, wenn man sich von westlichen Hegemonialmächten eher distanziert. Beide Nationen könnten sich als dem asiatischen Kulturkreis ja auch zusammenschließen und Krieg gegen die USA führen, weil diese einer anderen Religion anhängen, doch dazu reichen zivilisatorischen Bruchlinien nie und nimmer aus, denn es sind reale politische, soziale und wirtschaftliche Interessen, die Kriege entfachen, Konflikte verschärfen, Nationalismus finanzieren und es möglich machen, dass Vollzeitfundamentalisten überhaupt existieren können. Fazit: Veraltete Theorien, die schlicht und einfach zu sehr in Denkmustern des Kalten Krieges verhaftet sind. Ein Standardwerk, wenn man nach Literatur sucht, die ohne großen Aufwand als Legitimierung von Kriegen, Vertreibung, Genozid und Umsiedlung im Namen des Weltfriedens benutzt werden kann. dominated by a military perspective ... 5 von 5 PunktenThe analysis, published 1993 by Huntington, has refocused attention after the 9/11 Islamic terrorist attacks - and there seems to be no end: Madrid (3/11/04), bombings in Istanbul (11/20/03) and now in London (7/7/05) or the ritual assassination of Dutch filmmaker and writer Theo van Gogh in Amsterdam (11/2/04). And therefore there is no end of tv-discussions how to react. The foreign policy aide to the US State Department speaks of so-called "fault-line-wars", which exist between the cultures (religions) and will give endlessly smoldering. As examples the hunter Huntington specifies among other things the Gulf War and Afghanistan. The hotspots today are on the fault lines between the religions in Chechnya, the Middle East, Tibet, Sri Lanka, and Bosnia. In Yugoslavia the Serbs where supported by Russian diplomatics while Saudi Arabia, Turkey, Iran and Libya provided arms to the Bosnians. Yugoslavia is an example of what happens to a country where religious factors become the means for identifying oneself. And it could develope worse: Koran-Sura 9, verse 5: "Fight and slay the pagans wherever you find them. And seize them, beleaguer them and lie in wait for them, in every stratagem [of war]." Islam teaches that Muslims must not befriend Jews and Christians. Surat Al-Maidah 5:51 says, "O ye who believe, take not the Jews or the Christians for your friends and protectors. They are but friends and protectors to each other." In the chapter about how to stop those "break-line-wars" Huntington writes: "The force along cultural break lines may stop for a while completely, but it rarely ends really." "These problems become still more complicated, if the cultures involved do not have a core state." Hierarchy-creditor finishing sentence of this important chapter: "A break line war cooks from down highly, a break line peace seeps from above down". We hope, Huntington will know with security, who at the end is "above". Another unsentimental, very tough-minded Huntington analysis: "The conflict can disappear fast and brutally, as a group extinguishes the other one." The fact that cultural difference could brought to coexistence, into an equilibrium, supported by a progressive deliberated secularization of all denominations (accompanied by a sober transformation of all too denomination-linked educating systems) - such trains of thought we unfortunately miss in this provoking sermon, mainly dominated by a military perspective... Ein Wegweiser für das 21. Jahrhundert 5 von 5 PunktenIn diesem wahrhaft großen Buch, das sich im englischen Original übrigens sehr leicht liest, behandelt Huntington das Thema der Neuen Welt, einer Welt, die nun multi-polar ist, nicht mehr "einfach" und bi-polar wie noch vor kurzem, im Kalten Krieg. Was ist eine Zivilisation und welche großen Zivilisationen sollte man heute in der Welt unterscheiden? Wie wirken sie zusammen? Welche Konflikte wären zwischen ihnen in Zukunft möglich und wieso? Was ist- und wo endet der "Westen"? Wie wird er definiert? Wer gehört dazu? Sollten Bulgarien, Serbien, Griechenland und Rumänien sich zu einem "orthodoxen" Bündnis unter russischer Führung zusammenschließen? Was lehrt uns der Jugoslawien-Krieg, in dem sich drei Zivilisationen begegnet sind - die westliche, die orthodoxe und die islamische? Macht es einen Sinn, daß die Türkei und Griechenland, zwei Länder von denen keines "westlich" ist (laut Huntington) in der NATO und in der EU sind? Wird die Türkei vielleicht irgendwann zum Zentrum eines moslemischen Blocks? Was wird aus dem fernen Osten und China? Warum sollte "Muslim Resurgence" groß geschrieben werden? Auf alle diese und noch viele andere weitere Fragen versucht dieses hochinteressante Buch eine Antwort zu geben. Ich habe es gern und in kürzester Zeit gelesen, weil es Politik und Geschichte spannend zu machen vermag. Huntington versteht es, den Leser zu überzeugen. Er entwirft vor seinen Augen eine Welt der Gegenwart und der Zukunft, eine Welt, die nie so interessant war, wie heute. |
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Confessions of an Economic Hit Man: The Shocking Story of How America Really Took Over the World: The shocking inside story of how Amerca really took over the world von John PerkinsTaschenbuch von Ebury PressPreis bei Amazon: EUR 11,80, Angebote ab EUR 4,91 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 0091909104, Erscheinungsdatum: Februar 2006, Auflage: New edition |
4 Kundenrezensionen:Amerika zum Nachdenken 5 von 5 PunktenMan kann John Perkins danken, dass er den Mut hat, dieses Buch veröffentlicht zu haben. Vielleicht sind die Spuren der Selbstdarstellung ein wenig zu ausgetreten, aber der Inhalt und die politische Dimension, die sich in dem Buch erschließen, sind allemal gerechtfertigt, Passagen auszuschmücken und mit einem Scheinwerfer zu beleuchten, der eben doch immmer nur aus einer Richtung kommt. Insiderbericht zur forcierten Verschuldung der Welt 5 von 5 PunktenPerkins arbeitete 12 Jahre lang (1969-1981) als Economic Hit Man (EHM) bei der NSA-nahen Firma MAIN. Die EHM beschreibt er als erste Stufe beim Aufbau des amerikanischen Imperiums über eine wirtschaftliche Kontrolle der Welt. Ihre Aufgabe war, Dritte-Welt-Länder in die Schulden zu treiben, indem auf Basis manipulierter Studien und Bestechung ungeheure Kredite für wirtschaftlich unsinnige Infrastrukturprojekte aufgenommen wurden. Dabei war von Anfang an klar, dass diese Länder ihre Schulden niemals würden zurückzahlen können. Die heutige Verschuldung und damit totale finanzielle Abhängigkeit von Folgekrediten sieht er als Ergebnis seiner und etwa 150 weiterer EHMs an. Weltbank und IMF bestimmen die Regeln, und diese Institutionen seien unter Kontrolle der USA. Eine Rückzahlung der Schulden erfolge dann wie im alten Rom über billige Rohstoffe oder andere Ressourcen wie Söldner. Auch die Koppelung (und damit Sicherung) des Dollars mit Öl sei so erfolgt. Präsidenten, die sich gegen dieses Konzept wehrten, riskierten letztlich den Tod durch sog "Schakale", die Attentäter der Geheimdienste, als Beispiele nennt er die Präsidenten Omar Trujillo (Panama, 1981) und Jaime Roldòs (Ecuador, 1981), die beide mit dem Flugzeug abstürzten. Auch die Ermordung Indira Gandhis (Indien) führt er an. Falls auch die Schakale nicht "erfolgreich" waren, so war das letzte Mittel Krieg. Die Irak-Kriege 1991 und 2003 seien solche Kriege gewesen, aber auch die iranische Revolution 1979, die Invasion Panamas 1989, der Generalstreik Venezuelas 2002 und viele weitere Krisen. Die Kriegsauslöser sind dabei nur Vorwand ("Saddam war unser Mann, er wäre noch im Amt, wenn er unterschrieben hätte"). Nach den Attentaten von 1981 kündigte Perkins, den angeblich seit Jahren ein schlechtes Gewissen plagte. Er startete dieses Buch, das jedoch wegen lukrativer Jobangebote und auch Drohungen erst 2003 erschien. Zu spät, sagen einige Kritiker, denn heute ist die Welt überschuldet, und Perkins satt. Besser spät als nie, denke ich, denn es ist trotzdem eines der wertvollsten Bücher, die ich bislang gelesen habe. Es enthält die Aussagen und Argumente aus erster Hand, um die katastrophale Lage der Dritten Welt nicht als deren Schuld, sondern als das Werk eines internationalen Finanzsystems zu sehen, das vor nichts mehr zurückschreckt. Perkins ist hochintelligent und ein Insider der institutionalisierten Korruption. Heute kämpft er für Aufklärung und Warnung vor seinen eigenen Taten. Sein Buch - in Struktur und Stil brillant - ist in den USA ein Bestseller und hoffentlich bald auch in Deutschland. FILMTIPP: Unter "Google Video John Perkins" findet sich eine Rede von ihm vor der VFP National Convention (auf Englisch), in der er in den ersten 20 Minuten die Kernthesen seines Buches zusammenfasst. Absolut lohnenswert. Unterhaltsame Konstruktion 2 von 5 PunktenEs ist eine unterhaltsame Story. Locker zu lesen, mit einer erstaunlichen Besetzung. Kaum ein Revolutionär oder Visionär der Zeit hat sich nicht mit Perkins zu einem Plausch getroffen. Was die Rolle von Beratern (und NGOs!) bei der Bemessung und Allokation von Ressourcen und der Vergabe von Aufträgen angeht, ist ein Körnchen Wahrheit dabei. Belegbar ist aber allenfalls dieses Körnchen. Bevor er die Geschichte allzu ernst nimmt, empfehle ich dem vorsichtigen Leser, eigene Nachforschungen anzustrengen. Auch ohne grossen Aufwand. Googlen nach MAIN (der Beratungsfirma, die angeführt wird) gibt einen Einblick in die Bedeutung und Rolle dieses Unternehmens. Die besten Hinweise liefert aber unser gutes Amazon! Schaut mal nach, was unser Perkins sonst noch so veröffentlicht. Dann könnt ihr selber beurteilen, ob es sich hier um einen Tatsachenbericht handelt, oder um eine zielgruppenspezifische Konstruktion. Das Buch bleibt unterhaltsam, so oder so. bekenntnisse eines economic hitmans 5 von 5 Punktenflüssig geschriebene biographi eines menschen, der vom saulus zum paulus geworden ist. dennoch sehr zu begrüßen die courage von dem us-bürger perkins den mut aufzubringen, eigenen begannene "schandtaten", so offen zu publizieren: nämlich länder der dritten welt(Südamerika-Indonesien etc) durch frisierte wachstumsprognosen in die schuldenfalle zu pressen, sie dann politisch gefügig zu machen (UN-Abstimmungen) und um resourcen wie bodenschätze (oel/gas,mineralien), holz, etc, etc sowie militär-basen zu sichern. dem aufgeschlossenen leser sind zwar diese methoden der usa nicht unbekannt, neu bzw. klar wird herausgestellt mit welcher brutalität das system der USA-Regierung weltweit vernetzt arbeitet, wie politiker mit bestechnung gefügig gemacht werden und wenn sie nicht gefügig sind, wie sie ganz einfach "beseitigt" werden .ein gutes beispiel ist panama, dessen presidenten ,torillos, perkins persönlich gut kannte. torillos erkannte das erpressungsystem zu deutlich und widersetzte sich. torillos kam bei einem"unfall" mit seinem flugzeug um.... aber auch länder wie :Chile,Guatemala, Kolumbien,Persien etc etc.) PS: man bedenke die CIA hat bereits 600 !! Attentate auf cubas presidenten erfolglos unternommen.. greift diese "erste maßnahme " nicht ( heute nennen wir diese form terrorismus, allerdings vom staat selbst ausgeführt) erfolgt die "zweite maßnahme" .: innere destabilisierung, gepaart mit kleinen terroraktionen. aufbau mittels großer finanzieller mittel von oppositionsbewegungen (Venezeuela, Nicargua), bis zum rücktritt der ungewünschten regierung. ist diese "maßnahme" ebenso erfolglos, wird die letzte "maßnahme" erwägt, die beseitigung des systems durch offene gewalt, krieg. die weltgemeinschaft wird mit falschmeldungen auf die rechtmäßigkeit eines krieges vorbereitet, bzw aufgehetzt( panama (noriega), irak, iran, cuba in zukunft ?) dieses buch ist ein muss für leser die politischen hintergrund suchen und sich nicht von politischen (gefilterten) tagesmeldungen irreführen lassen wollen, die sich nicht von scheinargumenten, wie "freiheits" -erlösung und "demokratie" -bringer täuschen lassen wollen. gleichzeitig gibt perkins praktische ratschläge, wie dieses gefährliche US- wirtschaftssystem von erpressung,unterdrückung und ausbeutung, von jedem einzelnen behindert werden kann, vielleicht sogar eines tages beseitigt wird. der leser endet die lektüre von perkins mit dem wunsch dieses buch allen zukommenzu lassen zu wollen. es ist zwar kein literarisches meisterwerk aber darauf kommt es in diesem falle nicht so sehr an. a. mahlmann |
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The Autobiography of Benjamin Franklin (Dover Thrift Editions) von Benjamin FranklinTaschenbuch von Dover Pubn IncPreis bei Amazon: EUR 1,80, Angebote ab EUR 1,41 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 0486290735, Erscheinungsdatum: Oktober 1996, Auflage: Dover. |
4 Kundenrezensionen:Wer interessiert sich für die Vereinigten Staaten? 3 von 5 PunktenIch war zuerst nicht sicher, ob es die autentische Autobiografie von Benjamin Franklin ist, weil es unterschiedliche Redaktionen schon sehr bald gegeben hatte. Sie ist autentisch. Wenn man die Einstellung der Bildungsbürger in den USA zu den demokratischen Institutionen, vor allem die verbreitete Angst vor einem zu großen Einfluss "des Staates", verstehen will, ist die Lektüre des Büchleins sehr hilfreich. Versteht sich, dass die Leistung dieses Mannes ganz erstaunlich ist. Read a biography 2 von 5 PunktenI must agree with all of the previous reviwers who acknowlegde that Franklin is a facisnating man and played a major role in the creation of this nation, but you would never know from this book. It completely ignores his affect on the Declaration of Independence, his influence on American thinking, and most of his key inventions are skimmed over in a sentance or two. His writing style is certainly antiquated (which is understandable) but it makes it a difficult read, especially since it is boring to begin with. I think it would be a much better plan to read a biography by someone else who read through this book, save yourself the agony of getting through this story and learn more about the man then you do here. pretty good reading 4 von 5 PunktenI had to read this book for summer reading at school, if you also are buying one for summer reading, don't worry, everyone says its boring but its really not, i found it to be very interesting. He talks on and on about so many frivoulous things in his life but it all comes together and you can see how amazing this man truly was. He has his own sense of humor and uses his great story telling techniquess to bring out the best of his life. Well worth my time 5 von 5 PunktenAlthough I had trouble starting it, I ended up liking this book quite a bit. Franklin's style is less direct than the easy reading I'm accustomed to, but the content makes it well worth the effort. What I enjoyed most was the example that Franklin sets, offering us a practical method to create the indistriousness of character that brought him so much success. His anecdotes are fantastic. One comes away with a greater understanding of revolutionary America and a fervent desire to learn more. I highly recommend it. |
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Simon Wiesenthal: The Life and Legends von Tom SegevGebundene Ausgabe von DoubledayPreis bei Amazon: EUR 25,95, Angebote ab EUR 23,53 ISBN: 038551946X, Erscheinungsdatum: Sept. 2010 |
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Rubicon: The Triumph and Tragedy of the Roman Republic von Tom HollandTaschenbuch von Little, Brown Book GroupPreis bei Amazon: EUR 12,60, Angebote ab EUR 2,45 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 034911563X, Erscheinungsdatum: Juni 2004, Auflage: New edition |
4 Kundenrezensionen:Unterhaltsamer Geschichtslehrgang mit delikaten Details 4 von 5 PunktenIn diesem Werk erklärt Tom Holland die römische Geschichte, von ihren etruskischen Anfängen an, bis hin zur Kaiserzeit des Augustus. Die Geschichte bis ca. 100 v. Chr. wird im ersten Kapitel zusammengefasst und auf wenige geschichtliche Höhepunkte beschränkt: die Gründung der Republik, die Punischen Kriege, der Beginn der Klassenkämpfe unter den Brüdern Gracchus. Die nachfolgenden Kapitel sind den Jahren 90 v. Chr. - 27 v. Chr. gewidmet. Namen, Zahlen und Fakten werden dabei dem Leser dargebracht, es wird gekämpft, gerächt, geredet, geliebt, gebadet und gespeist, kurz: der Leser erhält einen kurzweiligen Querschnitt der antiken römischen Gesellschaft. Dabei geht es in diesem Buch nicht zimperlich zu: dem römischen Gesandten Aquillus läßt Mithridates flüssiges Gold in den Rachen schütten, General Crassus kreuzigt auf der Via Appia 3000 entlaufene Sklaven, und dem bereits geköpften Cicero wird von der nachtragenden Fluvia noch eine Haarnadel in die - einstmals geläufige - Zunge gesteckt. Auf jeden Fall hat der Leser während des gesamten Werkes immer das Gefühl, auf Augenhöhe mit den Protagonisten zu sein. Da der Autor den Printmedien entstammt, ist sein Schreibstil eingängig und unkompliziert. Politische und persönliche Konflikte werden bewusst nur angerissen, um den Rahmen des Buches nicht zu sprengen. Dennoch bleibt genug Spielraum, um Denkanstösse zu geben. Tom Hollands Buch ist kurzweilig und informativ, bisweilen mit Liebe zum anrüchigen Detail, aber dennoch lehrreich und gleichzeitig unterhaltend. Sicherlich könnte das Buch etwas besser strukturiert sein, aber als Einführung für den unbeleckten Leser ist es auf alle Fälle zu empfehlen. Spannend + mit viel englischem Wortwitz geschrieben 5 von 5 PunktenHervorragendes Buch. Wer die römische Geschichte mag, darüber hinaus noch den englischen Humor, und locker geschriebene Bücher sowieso, kommt auf seine Kosten. Spannend und informativ 5 von 5 PunktenDas Buch bietet einen sehr unterhaltsamen und spannenden Einblick in die Ereignisse des ersten Jh. BC. Die agierenden Persönlichkeiten werden sehr nuanciert zum Leben erweckt und ihre Verwicklungen in die Machtkämpfe um die Vorherrschaft in Rom packend dargestellt. Trotz der gebotenen Informationsfülle ist der Text flüssig geschrieben und zieht einen von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann. Packend und informativ 5 von 5 PunktenDas Buch Rubicon von Tom Holland ist ein erstaunlich packendes Sachbuch zum Niedergang der römischen Republik. Spannende Darstellung ist verknüpft mit dichtem Informationsgehalt und lässt die agierenden Persönlichkeiten dieser Zeit sehr nuanciert mit ihren Stärken und Schwächen, Zielen und Errungenschaften aufleben. Politische Entwicklungen werden anhand der Schilderung nachvollziehbar und der Leser erhält einen Einblick in die politische Landschaft des 1. Jhs. BC. Dabei kommt die Spannung auf das, was wohl als nächstes passieren wird, nicht zu kurz, so dass das Werk ein pures Lesevergnügen ist. |
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Zeitoun (Vintage) von Dave EggersTaschenbuch von VintagePreis bei Amazon: EUR 8,80, Angebote ab EUR 6,45 ISBN: 0307387941, Erscheinungsdatum: Juni 2010, Auflage: 1 Reprint |
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British Civilization: An Introduction von John OaklandTaschenbuch von Taylor & FrancisPreis bei Amazon: EUR 17,95, Angebote ab EUR 17,93 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 0415365228, Erscheinungsdatum: Mai 2006, Auflage: 6th ed. |
Eine Kundenrezension:Ein sehr gutes Buch über Großbritannien 5 von 5 PunktenAm meisten hat mir das Kapitel "The People", wo die Geschichte der Einwanderung nach Großbritannien beschrieben wird, gefallen. Seit etwa acht Jahren gibt es dort vermehrt Rassismus, der durch die Terroranschläge in London noch verschlimmert wurde. Heute weiß man nicht mehr, welcher Ausländer in Großbritannien harmlos und welcher ein Terrorist ist. Das erschwert wahrscheinlich auch die Situation der Muslime im Land, die des Terrorismus verdächtigt werden. Aber der Autor schreibt nicht viel darüber. Dafür bekommt man als Leser eine ausgewogene Beschreibung des Landes, der Leute und der Gepflogenheiten. Das Buch liest sich sehr gut. |
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The State of Africa: A History of Fifty Years of Independence von Martin MeredithTaschenbuch von Simon & Schuster UKPreis bei Amazon: EUR 13,95, Angebote ab EUR 8,81 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 0743232224, Erscheinungsdatum: April 2006, Auflage: New edition |
4 Kundenrezensionen:Fundierter Überblick 5 von 5 PunktenFundierter aber kompakter Überblick über die Geschichte Afrikas, beginnend mit der Entkolonialisierung bis zur Gegenwart. Zeigt schön die Mechanismen der Machtübernahme und Machtausübung (-missbrauch) auf, aber auch die Sackgassen und Probleme der internationalen Verflechtungen. Also:unbedingt lesen Ein ausgezeichneter, umfassender und detaillierer Ueberblick 5 von 5 PunktenMartin Meredith, ein britischer Journalist und profunder Afrikakenner, hat einen ausgezeichneten, umfassenden und detaillierten Ueberblick ueber die Laender Afrikas vorgelegt. Er betrachtet dabei die letzten ca. 50 Jahre, seit Beginn der politischen Unabhaengigkeit. Die Entwicklung wird in einer chronologischen Abfolge dargestellt, beginnend mit der politischen Unabhaengigkeit der einzelnen Laender. Dabei ist das Aufrollen der historischen Geschehnisse thematisch zusammengefasst, um die parallel verlaufenden Entwicklungen darzustellen. Speziellen Themenkomplexen besonderer Bedeutung sind einzelne Kapitel zur Vertiefung gewidmet, wie z.B. Tyrannen-Regime, Islamisierung, Genozid in Ruanda, Buergerkrieg in Liberia, Chef-Kleptokrat Mobuto etc. Die besondere Staerke des Buches liegt im Umstand, dass wir es einerseits mit einer fundierten Bestandsaufnahme der Lage in Afrika zu tun haben, ohne andererseits dabei zu wissenschaftlich aufzutreten, was der Lesbarkeit klar zugute kommt. So ist das Buch insgesamt hoch informativ und objektiv, aber dennoch bisweilen mit einer Prise Ironie und unvermeidlichen persoenlichen Kommentaren, in den Faellen, wo die politisch/geschichtlichen Umstaende doch zu extrem sind. Streckenweise glaubt man gar einen spannenden Roman zu lesen. Ein populaerwissenschaftliches Buch im besten Sinne also, von durchwegs sehr hoher Qualitaet, das allen empfohlen werden kann, die als Afrikainteressierte etwas tiefer in die Geschichte der afrikanischen Misere einsteigen wollen, um entweder ihre Kenntnis insgesamt zu verbreitern und/oder punktuell zu vertiefen. Volle Punktzahl dafuer. An excellent overview about the African history since independence 5 von 5 PunktenTo understand the political, social and cultural situation in Africa and their daily changes, you need a precise knowledge about the African history. Of course these history doesn't start with independence but much earlier and so everybody who wants to understand the current scenes in African politics must read other books as well. But for the time since independence this is an absolute recommendable account about African history. It gives a detailed record about the last fifty years not only about Sub-Saharan Africa but about the whole continent. And you will find references and remarks to the years under colonial rule and sometimes even to the centuries before. With the extensive bibliography the interested reader gets a lot of leads for further literature and by the use of the index it could be used also as a reference book. Thus I recommend this book to everybody who wants to understand the political, social and cultural situation of Africa these days. Brilliant 4 von 5 PunktenMr. Meredith has produced a state-of-the-art piece of work, which is worth to be read and contemplated. Having lived in Africa for almost six years and also having studied African History for some time, I regard this book as highly recommendable for anybody, who wishes to get a deeper insight into past, present and maybe also the future of the African continent. Yet, I wish to deduct one "star" for the fact that the book has obviously been published twice ("The Fate of Africa"), which is irritating to the reader and may result in double purchase of two identical books. |
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